szmmctag

  • Deutsche Richter als Dealer?

    Natürlich dealen sie nicht mit Rauschgift, aber der Deal im Strafprozess breitet sich aus. Das läuft ungefähr so: Ein Angeklagter lässt vom seinem Strafverteidiger einen Haufen Probleme bereiten, lässt aber gleichzeitig durchblicken, dass sich das Verfahren elegant mit einer Bewährungsstrafe erledigen lassen könnte. Der Richter steht vor der Frage: Ein halbes Jahr Arbeit oder einen Vormittag dealen?
    Tja, und wie geht das wohl aus? Im Fall Ecclestone wissen wir nichts Genaues. Aber die höhnische Postkarte, die der Mann gerade zu Weihnachten der deutschen Justiz gewidmet hat, spricht doch sehr für sich:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/formel-1-bernie-ecclestone-verspottet-justiz-per-weihnachtskarte-a-1009244.html

  • Wann kommt der Generalstreik bei uns?

    Bravo Belgien!
    Belgien erlebte einen Generalstreik wegen der Sparmaßnahmen der Regierung, besonders wegen der Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre. Das hätte ich gerne auch bei uns gesehen. Und noch lieber würde ich sehen, dass sich die Arbeitnehmer aus ganz Europa einmal zusammen tun, um dagegen zu protestieren, dass sie es sind, denen die Lasten des ständigen Zwangs zum Aufschwung aufgeladen werden.
    Wer hätte je vorauszusagen gewagt, dass wir Deutschen mit unserem Lohndumping einmal die Chinesen Europas würden? Schuld ist die Agenda 2010, die mit dem Namen eines verurteilten Straftäters verbunden ist, der wegen übler Bestechungsaffären zurücktreten musste. Die deutschen Arbeitnehmer haben brav geschluckt, was ihnen Arbeitgeber und Regierung vorsetzten. Dadurch konnten wir billiger produzieren als unsere Konkurrenz. Und nun merken Frankreich und Belgien, dass sie nachziehen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. So setzt sich eine Spirale in Bewegung, die nach unten geht.
    Wie schön wäre es doch, wenn die Gewerkschaften in Europa sich zusammen täten und gemeinsam dagegen vorgehen, dass der Aufschwung mehr und mehr an ihnen vorbei geht? Es heißt zwar immer, die Senkung der Lohnkosten sei alternativlos, damit wir konkurrenzfähig bleiben. Die Arbeitnehmervertretungen müssten dem entgegenhalten, dass Waren auch billiger werden könnten, wenn die Gewinne nicht so exorbitant hoch ausgewiesen würden und die Managergehälter nicht ins Uferlose steigen würden.
    Und wann begreifen die Politiker und Arbeitgeber endlich, was die OECD ihnen vorrechnet: Wir könnten 6 % mehr Wachstum haben, wenn die Arbeitnehmer mehr am Wachstum beteiligt würden:
    http://die-andere-seite.blog.de/2014/12/09/dumm-19823917/

  • Guten Morgen zusammen! Hier kommt der Spruch zum Tag

    Aus "Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt"

    "Gebet eines Patienten: Lieber Gott, lass die Diagnosen meines Arztes nicht so falsch sein wie seine Rechnungen."

    Mehr Aphorismen über die Ärzte lesen Sie hier:
    https://autorenseite.wordpress.com/aphorismen-uber-den-arztberuf/

    Und hier steht wieder eine neue Weisheit über Frauen:
    https://autorenseite.wordpress.com/2014/12/20/zitate-zum-thema-frauen-54/

  • Reus, ich fahre schon 50 Jahre, ohne den Führerschein...

    ...vorzeigen zu müssen.
    Zwar bin ich schon ein paar Mal in eine Polizeikontrolle geraten, aber anscheinend habe ich so ein Allerweltsgesicht, dass man mich immer durchgewunken hat. Auch mein Auto ist nur schlichte Mittelklasse. Und natürlich halte ich mich an Geschwindigkeitsbeschränkungen und habe auch noch zusätzlich ein Warngerät.
    So gesehen hätte ich eigentlich gar keinen Führerschein gebraucht, denn ob Sie's glauben oder nicht: Ich fahre nun schon über 50 Jahre mit meinem Auto, ohne meinen Führerschein, den ich natürlich besitze, vorzeigen zu müssen.
    Ich verstehe Leute wie Reus nicht, die ein protziges Auto fahren und dann noch zu schnell unterwegs sind. Das kann doch nur schief gehen. Sie sind genauso dumm wie die, die mit einem Hamburger Kennzeichen am Luxusauto nach Luxemburg fuhren, um dort Geld zu bunkern. Klar, dass sie vom Zoll kontrolliert wurden.

  • Guten Morgen zusammen! Hier kommt der Spruch zum Tag

    Aus "Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt"

    "Einen Teil der Hektik verdanken wir der Werbung: Als wir im Sommer noch beim Baden waren, erfuhren wir aus dem Radio, dass es nur noch 120 Tage bis Weihnachten sind. So verlernen wir es langsam, uns nur dem Augenblick hinzugeben und ihn zu genießen."

    Was Männer über Frauen wissen sollten:
    https://autorenseite.wordpress.com/2014/12/19/zitate-zum-thema-frauen-53/

  • Wer ist der schlimmere Rechtsbrecher: USA oder Russland?

    Putin wird sich heute vor 1200 Journalisten aus aller Welt äußern. Aber machen wir uns doch mal vorweg unsere eigenen Gedanken:
    Vergleichen wir einmal die Völkerrechtsverstöße der beiden Staaten USA und Russland und wundern uns über die Folgen dieser Rechtsbrüche:
    Bush hat den Irak wegen des Öls überfallen und dabei die ganze Welt belogen, indem er behauptete, Saddam Hussein baue Atombomben. Bush schlug zu, obwohl eine internationale Untersuchungskommission den Irak bereiste, um die Richtigkeit dieser Vorwürfe zu prüfen.
    Und Putin? Er kam seinen Landsleuten zu Hilfe, als die Ukrainer Massaker und Folterungen an Russen begingen und Russisch als zweite Amtssprache abschafften. Putins Vorgehen mag völkerrechtswidrig sein, ist aber menschlich verständlich. Anders als bei Bush war bei ihm jedenfalls wohl kaum Geldgier das Motiv.
    Und nun vergleichen wir einmal, wie unsere Kanzlerin sich in den beiden Fällen verhalten hat: Bei Bush wäre sie am liebsten mit marschiert, hat aber die Wahl verloren, weil das deutsche Volk gescheiter war. Hat man irgendwann einmal etwas davon gehört, dass jemand auf die Idee gekommen wäre, Sanktionen gegen die USA zu verhängen?
    Und wie anders sieht es nun bei Putin aus. Die Sanktionen sind übrigens sinnlos. Sie treffen zwar Russland hart, aber das schweißt die russische Bevölkerung zusammen. Für sie ist der Westen zum Feind geworden, der sie ruinieren will. Es ist so ähnlich wie bei den verbrecherischen Terrorangriffen der Alliierten auf die deutsche Bevölkerung. Die hielt umso tapferer durch, weil sie das Schlimmste befürchtete, wenn die Alliierten Deutschland besetzen würden.
    Es hat den Anschein, als ob die Sanktionen auch immer mehr westliche Länder treffen. Kurorte wie Karlsbad und Marienbad sind wie ausgestorben. Die Wiener Juweliere, die mehr Umsatz machten als der gesamte österreichische Fremdenverkehr, jammern schwer. Und unsere Landwirte müssen Obst und andere Produkte verramschen.

  • Liest Putin meine Beiträge?

    In meinem gestrigen Blog schrieb ich, dass Putin den neuen kalten Krieg an der "Heimatfront" verloren hat. Als wenn er das gelesen hätte, gibt er heute ein Interview mit 1200 Journalisten. Das wird sehr spannend. Mal sehen, was von der Veranstaltung in unseren Medien rüber kommt. Wahrscheinlich werden einige Sätze herausgegriffen und mit vernichtenden Kommentaren versehen, die den Tenor tragen: Putin ist uneinsichtig.
    Wir aber sollten genau zuhören. Vielleicht sehen wir dann ja nicht in ihm den gierigen Potentaten, der sich den ganzen ehemaligen Ostblock wieder "unter den Nagel reißen" will, sondern einen Mann, der seinen russischen Landsleuten in der Ukraine in einer Notlage zu Hilfe kommen wollte.
    http://die-andere-seite.blog.de/2014/11/19/russen-juden-waeren-19730098/

  • Guten Morgen zusammen! Hier kommt der Spruch zum Tag

    Aus "Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt"

    "Man lebt immer unnatürlicher: Musik-Events werden in die einsamste Natur verlegt, man geht nach Mitternacht in die Disco, und sogar Kinderbücher werden um Mitternacht vorgestellt."

    Weisheiten über Frauen gibt's hier:
    https://autorenseite.wordpress.com/blogs/

  • Putin hat den neuen kalten Krieg verloren

    Ich erinnere mich aus meiner Jugend in der Nazizeit an einen Begriff, der häufig gebraucht wurde. Von „Heimatfront“ war immer wieder die Rede. Und tatsächlich war es ja auch so, dass es an der Heimatfront mehr Tote gab als unter den Soldaten. Deswegen haben die Nazis alles getan, um die Heimatfront mental zu stärken, denn sie wussten: Ein Krieg kann auch an der Heimatfront verloren werden.
    Der Begriff „Heimatfront“ kam mir nun wieder in den Sinn, als der Krieg in der Ukraine ausbrach. Putin hat zwar insoweit gewonnen, als er die Krim kassiert hat und erwarten kann, dass eine weitgehend selbständige Ostukraine russlandfreundlich sein wird. Aber der Preis dafür ist hoch: Sanktionen, Verfall des Rubels, internationale Isolierung, Wegfall der Erlöse aus Öl- und Gasexport, weil durch amerikanisches Fracking die Ölpreise in den Keller gesunken sind.
    Putin hat einen gewaltigen Fehler gemacht. Er hat den Krieg an der Heimatfront verloren. Schauen Sie sich doch einmal die Berichterstattung in unseren Medien an, die ich hier oft genug kritisiert habe. Man fragt sich, ob sie nicht vom CIA bezahlt worden ist:
    http://die-andere-seite.blog.de/2014/04/28/bezahlt-cia-presse-18326467/
    Putin hat nicht genügend dagegen gehalten. Erst jetzt bin ich darauf gekommen, dass es den Sender Russia Today (RT) gibt. Aber dessen bloße Existenz genügt nicht. Man hätte ihn auch bekannt machen müssen und darauf bestehen müssen, dass die russische Darstellung in unseren öffentlich-rechtlichen Medien auch mit berücksichtigt und darüber diskutiert wird.

  • Guten Morgen zusammen! Hier kommt der Spruch zum Tag

    Aus "Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt"

    "In der heutigen schnelllebigen Zeit brauchst du nicht unbedingt etwas zu leisten, um bekannt zu werden; es genügt schon die bloße Ankündigung einer Leistung, um in die Medien zu kommen: Weltumrundung mit dem Fahrrad usw."

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